Glutfeste Gussstücke

Umwandlungstabelle der produzierten Stähle. Wir bevorzugen die Lieferung eines Endproduktes lt. Bezeichnung Chomutov. Entsprechend dem gesonderten Wunsch des Kunden können Gussstücke auch nach einer anderen Norm geliefert werden.

Bezeichnung
Chomutov
EU
EN

WNr.
DE
Bez. lt. DIN
FRA
AFNOR
UK
BSI
ITA
UNI
ÈSN 42 2934 GX40CrNiSi22 10 1.4826 GX40CrNiSi22 9 Z25CN20.10M 309 C 30 GX30CrNi20 10
ÈSN 42 2936 GX40CrNiSi25 12 1.4837 GX40CrNiSi25 12 Z40CN25.12M 309 C 32/35 GX40CrNi25 12
GX40CrNiSi25 12 GX40CrNiSi25 12 1.4837 GX40CrNiSi25 12 Z40CN25.12M 309 C 32/35 GX40CrNi25 12
ÈSN 42 2944 GX40CrNiSi25 12 1.4837 GX40CrNiSi25 12 - 309 C 32/35/40 GX35CrNi28 09
X15CrNiSi25 21 - 1.4841 X15CrNiSi25 21 Z15CN3 25 20 310 S 24 X16CrNiSi25 20
ÈSN 42 2951 - - - - - -
ÈSN 42 2952 GX40CrNiSi25 20 1.4848 GX40CrNiSi25 20 Z40CN30.20M 310 C 40/C45 GX40CrNi25 20
ÈSN 42 2955 GX40NiCrSi38 19 1.4865 GX40CrNiSi38 18 - 330 C 11/331 C40 GX50NiCr39 19

Einige Sorten der Gussstücke werden von uns nach unseren Möglichkeiten geschruppt.

ÈSN 42 2934 (Cr-Ni-Stahl)

Chemische zusammensetzung in prozent

C Mn Si P S P+S Cr Ni
0.25 max. 1.00 max. max. max. 20.00 9.00
0.45 1.50 2.00 0.045 0.040 0.075 23.00 11.00

Die Gussstücke werden von uns stabilgeglüht geliefert (+SR).

Mechanische Eigenschaften und Werte

Zugfestigkeit Rm N/mm2 ≥ 441
Dehngrenze Rp 0.2 Re N/mm2 ≥ 206
Bruchdehnung (Dehnung) A % ≥ 10
Härte - HB 180 - 250

*) Mechanische Werte Z, KC und K bei Raumtemperaturen sind nicht maßgebend. Der Stahl ist zur Belastung bei hohen Temperaturen bis 1000°C bestimmt. Mit dem steigenden C-Gehalt erhöhen sich die Rm-Werte bis um 200 N/mm2 ; Re bis um 100 N/mm2. A- und KC-Werte sinken allerdings. Die Tendenz der Steigerung bleibt im austenitisationsgeglühten Zustand sowie nach dem langfristigen Glühen bei 650-800°C erhalten.

Maximal zulässige Betriebstemperatur

  • der Dauerbelastung: ≤ 950°C
  • der kurzfristigen Belastung: ≤ 1000°C

Beständigkeit gegen Schwefelprodukte in folgenden Atmosphären:

  • Oxydationsatm. + Luft
    schwefelfrei ≤ 950°C
    max. 2 g S/m3 ≤ 930°C
    min. 2 g S/m3 ≤ 850°C
  • reduzierende + aufkohlende Atm.
    schwefelfrei ≤ 900°C
    max. 2 g S/m3 ≤ 850°C
    min. 2 g S/m3 ungenügend

Dehngrenze Rp 1 (Dehunung um 1 %) in Temperaturen, nach 10 000 Stunden der statischen

  • 700°C ≥ 41 N/mm2
  • 800°C ≥ 20 N/mm2
  • 900°C ≥ 9 N/mm2
  • Schweißbarkeit
    Gut. Bis zu 25 mm Dicke wird eine Vorwärmung gefordert. Über 25 mm Vorwärmung mind. auf 150°C. Nach dem Schweißen im Wasser abkühlen. Neues Glühen wird nicht durchgeführt.
  • Bearbeitbarkeit
    Gut bis schwierig.
  • Anwendung
    Mechanisch beanspruchte Teile der Durchlauf- sowie Kammeröfen - Führungswinkel, Schienen, Rollen für Förderer in Tieftemperaturzonen, Deckel für Schachtöfen u. ä. Behälter für Salzbad mit niedriger Temperatur der Schmelze. Der Werkstoff wird nicht als korrosionsbeständig, sondern als zunderbeständig eingesetzt.

ÈSN 42 2936 (Cr-Ni-Stahl)

Chemische zusammensetzung in prozent

C Mn Si P S P+S Cr Ni Mo
0.25 max. max. max. max. max. 24.00 12.00 max.
0.50 1.50 2.00 0.045 0.040 0.075 27.00 14.00 0.50

Die Gussstücke werden von uns stabilgeglüht geliefert (+SR).

Mechanische Eigenschaften und Werte

Zugfestigkeit Rm N/mm2 441 - 637
Härte - HB 130 - 190

*) Mechanische Werte Z, KC und K bei Raumtemperaturen sind nicht maßgebend. Der Stahl ist zur Belastung bei hohen Temperaturen bis 1100°C bestimmt. Mit dem steigenden C-Gehalt steigen die Rm-Werte bis um 200 N/mm2; Re bis um 100 N/mm2. A- und KC-Werte sinken allerdings. Die Tendenz der Steigerung bleibt im austenitisationsgeglühten Zustand sowie nach dem langfristigen Glühen bei 650-800°C erhalten.

Maximal zulässige Betriebstemperatur

  • der Dauerbelastung: ≤ 10500°C
  • der kurzfristigen Belastung: ≤ 1100°C
  • Einen Anstieg der Feuerfestigkeit und Wärmebelastung um ca. 50°C kann durch Erhöhung des CGehalts bis auf 0,55% und Si bis auf 2,50% erzielt werden. Gleichzeitig sinkt allerdings die Beständigkeit gegen Versprödung im Umfang der Temperaturen von 600-900°C. Solche Anforderung ist nur nach einer Vereinbarung zwischen dem Abnehmer und dem Produzenten realistisch.

Beständigkeit gegen Schwefelprodukte in folgenden Atmosphären:

  • Oxydationsatm. + Luft
    schwefelfrei ≤ 1100°C
    max. 2 g S/m3 ≤ 1100°C
    min. 2 g S/m3 ≤ 1050°C
  • reduzierende + aufkohlende Atm.
    schwefelfrei ≤ 1030°C
    max. 2 g S/m3 ≤ 1030°C
    min. 2 g S/m3 ungenügend

Dehngrenze Rp 1 (Dehunung um 1 %) in Temperaturen, nach 10 000 Stunden der statischen

  • 700°C ≥ 44 N/mm2
  • 800°C ≥ 22 N/mm2
  • 900°C ≥ 11 N/mm2
  • 1000°C ≥ 4.5 N/mm2
  • Schweißbarkeit
    Gut. Bis zu 20 mm Dicke wird keine Vorwärmung gefordert. Über 20 mm Vorwärmung auf mind. 200°C. Nach dem Schweißen im Wasser abkühlen. Neues Glühen wird nicht durchgeführt.
  • Bearbeitbarkeit
    Gut bis schwierig.
  • Anwendung
    Teile der Hüttenöfen, die mechanisch mehr belastet sind, Schienen, Glühretorten und -behälter, Glieder der Förderketten u. ä. Anwendung in Temperaturen unter 900°C ist ungeeignet - der Stahl wird brüchig. Der Werkstoff wird nicht als korrosionsbeständig, sondern als zunderbeständig eingesetzt.

ÈSN 42 2944 (Cr-Ni-Stahl)

Chemische zusammensetzung in prozent

C Mn Si P S P+S Cr Ni
0.35 max. max. max. max. max. 26.00 8.00
0.60 1.00 2.00 0.045 0.040 0.075 28.50 10.00

Die Gussstücke werden von uns stabilgeglüht geliefert (+SR).

Mechanische Eigenschaften und Werte

Zugfestigkeit Rm N/mm2 490 - 785
Dehngrenze Rp 0.2 Re N/mm2 ≥ 343
Härte - HB 145 - 235

*) Mechanische Werte Z, KC und K bei Raumtemperaturen sind nicht maßgebend. Der Stahl ist zur Belastung bei hohen Temperaturen bis 1200°C bestimmt.

Maximal zulässige Betriebstemperatur

  • der Dauerbelastung: ≤ 1050°C
  • der kurzfristigen Belastung: ≤ 1100°C

Beständigkeit gegen Schwefelprodukte in folgenden Atmosphären:

  • Oxydationsatm. + Luft
    schwefelfrei ≤ 1200°C
    max. 2 g S/m3 ≤ 1170°C
    min. 2 g S/m3 ≤ 1040°C
  • reduzierende + aufkohlende Atm.
    schwefelfrei ≤ 1050°C
    max. 2 g S/m3 ≤ 1030°C
    min. 2 g S/m3 ≤ 1070°C

Dehngrenze Rp 1 (Dehunung um 1 %) in Temperaturen, nach 10 000 Stunden der statischen

  • 700°C ≥ 31 N/mm2
  • 800°C ≥ 15 N/mm2
  • 900°C ≥ 7 N/mm2
  • 1000°C ≥ 2.5 N/mm2
  • Schweißbarkeit
    Schwierig. Die Schweißnähte sind besser zu vermeiden - sie bringen gewisse Schwierigkeiten. Es ist eine Vorwärmung auf eine Temperatur von mind. 400°C nötig. Beim tiefen Verschweißen ist eher zuerst geeignete Wurzelelektrode zu verwenden. Die Decklage ist mittels der unterbrochenen kürzeren Raupen durchzuführen und diese sind sofort zu hämmern. Nach dem Schweißen ist ein neues Glühen nötig.
  • Bearbeitbarkeit
    Gut bis schwierig
  • Anwendung
    Max. thermisch und mechanisch belastete Gussstücke der Bestadteile von Glüh-, Röst-, Härteöfen in reduzierenden Atmosphären unter gleichzeitiger SO2-Wirkung. Behälter für Salzbäder, deren Temperatur der Schmelze hoch ist. Beim Einsatz in Temperaturen unter 900°C wird der Stahl brüchig. Durch Erwärmung über 950°C schwindet die Brüchigkeit.

ÈSN 42 2951 (Cr-Ni-Stahl)

Chemische zusammensetzung in prozent

C Mn Si P S Cr Ni Ti Al
0.20 max. 1.50 max. max. 20.00 37.00 0.05 1.00
0.30 0.50 2.00 0.040 0.040 22.00 40.00 0.20 1.50

Die Gussstücke werden von uns im austenitisationsgeglühten Zustand geliefert (+AT).

Mechanische Eigenschaften und Werte

Zugfestigkeit Rm N/mm2 ≥ 441
Dehngrenze Rp 0.2 Re N/mm2 ≥ 245
Bruchdehnung (Dehnung) A % ≥ 5
Kerbzähigkeit KCU3 KC J/cm2 ≥ 15
Härte - HB 145 - 230

Beständigkeit gegen Schwefelprodukte in folgenden Atmosphären:

  • Oxydationsatm. + Luft
    schwefelfrei ≤ 1200°C
    max. 2 g S/m3 ≤ 1080°C
    min. 2 g S/m3 ≤ 1050°C
  • reduzierende + aufkohlende Atm.
    schwefelfrei ≤ 1080°C
    max. 2 g S/m3 ≤ 1000°C
    min. 2 g S/m3 ≤ 950°C

Dehngrenze Rp 1 (Dehunung um 1 %) in Temperaturen, nach 10 000 Stunden der statischen

  • 700°C ≥ 62 N/mm2
  • 800°C ≥ 37 N/mm2
  • 900°C ≥ 19 N/mm2
  • 1000°C ≥ 9 N/mm2
  • 1100°C ≥ 2 N/mm2
  • Schweißbarkeit
    Schwierig. Der Stahl ist für Schweißen ungeeignet. Im unvermeindlichen Fall eine Vorwärmung auf 150°C. Schweißen ohne Schutzgas ist nicht möglich. Es wird unterbrochen mit kurzen Raupen geschweißt, die sofort nach dem Auftragen heiß gehämmert werden müssen. Die Beständigkeit des Gusssstücks gegen Aufkohlung an der Schweißstelle ist reduziert. Nach dem Schweißen ist neues Austenitisationsglühen nötig.
  • Bearbeitbarkeit
    Gut
  • Anwendung
    Der Stahl hat eine höhere Beständigkeit gegen Aufkohlung in Rauchgasumgebung mit SO2-Gehalt. Der Stahl hat hohe mechanische Werte bei hohen Temperaturen. Geeignet für Gussstücke von Rosten der Durchlauf- und Kammeraufkohlungsöfen und ihrer Anbauten. Tragsterne und Vorrichtungen der Schachtaufkohlungsöfen mit einer langfristigen Standzeit. Bestandteile der Schrittmacheröfen mit wechselnder Temperatur u. ä. Beim Einsatz in Temperaturen unter 900°C wird der Stahl brüchig. Durch Erwärmung über 900°C schwindet die Brüchigkeit.

ÈSN 42 2952 (Cr-Ni-Stahl)

Chemische zusammensetzung in prozent

C1 Mn Si P S P+S Cr Ni Mo
0.30 max. 0.75 max. max. max. 24.00 20.00 max.
0.45 1.50 1.75 0.045 0.040 0.075 27.00 22.00 0.50

Die Gussstücke werden von uns stabilgeglüht geliefert (+SR).

Mechanische Eigenschaften und Werte

Zugfestigkeit Rm N/mm2 ≥ 441
Dehngrenze Rp 0.2 Re N/mm2 ≥ 216
Bruchdehnung (Dehnung) A % ≥ 10
Härte - HB 130 - 220

1) Lt. Anforderung des Abnehmers und nach Vereinbarung mit dem Produzenten kann der Stahl mit Gehalt C < 0,20% geliefert werden. Der Stahl erhält dadurch eine höhere Korrosionsbeständigkeit. Zugleich werden dadurch etwas die Re- und HB-Werte reduziert. Bei den A-, Z-, KC- und K-Werten erfolgt eine Erhöhung.

Beständigkeit gegen Schwefelprodukte in folgenden Atmosphären:

  • Oxydationsatm. + Luft
    schwefelfrei ≤ 1150°C
    max. 2 g S/m3 ≤1100°C
    min. 2 g S/m3 ungenügend
  • reduzierende + aufkohlende Atm.
    schwefelfrei ≤ 1080°C
    max. 2 g S/m3 ≤ 1040°C
    min. 2 g S/m3 ungenügend

Dehngrenze Rp 1 (Dehunung um 1 %) in Temperaturen, nach 10 000 Stunden der statischen

  • 700°C ≥ 60 N/mm2
  • 800°C ≥ 36 N/mm2
  • 900°C ≥ 18 N/mm2
  • 1000°C ≥ 8 N/mm2
  • Schweißbarkeit
    Gut. Bis zu 20 mm Dicke wird keine Vorwärmung gefordert. Über 20 mm eine Vorwärmung mindestens auf 200°C. Nach dem Schweißen im Wasser abkühlen. Nach dem Schweißen wird neues Glühen in dem Falle nicht durchgeführt, dass der Stahl als feuerfest eingesetzt wird. Im Falle ad 1) ist das Austenitisationsglühen erforderlich.
  • Bearbeitbarkeit
    Gut
  • Anwendung
    Der Stahl ist für Anlagen, Vorrichtungen und Werkzeug der Keramik- und Glasindustrie geeignet. Für Salzbadgefäße in der Härterei mit direkter Erwärmung der Schmelze mit Tauchelektroden, aber auch mit Außenerwärmung des Gefäßes. Für hochfeste und beanspruchte Transportbestandteile im Inneren der Öfen u. ä.

ÈSN 42 2955 (Cr-Ni-Stahl)

Chemische zusammensetzung in prozent

C1 Mn Si P S P+S Cr Ni
0.20 max. 1.00 max. max. max. 20.00 37.00
0.60 1.50 2.00 0.045 0.040 0.075 22.00 40.00

Die Gussstücke werden von uns stabilgeglüht geliefert (+SR).

Mechanische Eigenschaften und Werte

Zugfestigkeit Rm N/mm2 ≥ 539
Dehngrenze Rp 0.2 Re N/mm2 ≥ 196
Bruchdehnung (Dehnung) A % ≥ 10
Härte - HB 160 - 235

Beständigkeit gegen Schwefelprodukte in folgenden Atmosphären:

  • Oxydationsatm. + Luft
    schwefelfrei ≤ 1170°C
    max. 2 g S/m3 ≤1130°C
    min. 2 g S/m3 ungenügend
  • reduzierende + aufkohlende Atm.
    schwefelfrei ≤ 1030°C
    max. 2 g S/m3 ≤ 1050°C
    min. 2 g S/m3 ungenügend
    Kurzfristige Wärmeüberlastung ist um +30 °C der angeführten Temperaturen zugelassen.

Dehngrenze Rp 1 (Dehunung um 1 %) in Temperaturen, nach 10 000 Stunden der statischen

  • 700°C ≥ 58 N/mm2
  • 800°C ≥ 34 N/mm2
  • 900°C ≥ 19 N/mm2
  • 1000°C ≥ 7 N/mm2
  • 1100°C ≥ 2 N/mm2
  • Schweißbarkeit
    Gut - bis zum C-Gehalt von 0,40%. Es wird keine Vorwärmung oder neues Glühen nach dem Schweißen gefordert. Gut bis schwierig = über C-Gehalt von 0,40%. Es wird eine Vorwärmung auf 200°C gefordert. Es wird mit kurzen unterbrochenen Raupen mit sofortigem Hämmern geschweißt. Nach dem Schweißen wird neues Glühen empfohlen.
  • Bearbeitbarkeit
    Gut
  • Anwendung
    Bei wechselnden Temperaturen in der Hochtemperaturzone, insbesondere in Oxydationsatmosphäre ohne Schwefel und ihre Produkte. Geeigner für Wanderroste, Tragwerke, Ladevorrichtungen für Glasöfen, Glastiegel u. ä. Der Stahl ist nicht versprödungsempfindlich, ungeeignet für Schwefel reduzierende Umgebung.
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